BONAIRE – ABC-INSELN

HOTELS & DESTINATIONS – SPECIALS

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BONAIRE – ABC-INSELN

Bonaire, die Tauchenthusiasten und Vogelkundlern wohlbekannte niederländische Insel unter dem Winde, liegt 45 km östlich von Curacao vor der südamerikanischen Nordküste. Die in ihrem Nordteil hügelige, im Süden jedoch überwiegend flache Insel mutet wegen ihrer Trockenheit stellenweise wie eine Halbwüste an. Ebenso wie die beiden Nachbarinseln Curacao und Aruba ist Bonaire ein abgelöster Teil der venezolanischen Küstenkordillere. Früher lag die Insel viel tiefer, so daß sich bemerkenswerte Korallenriffe bilden konnten. Große Trockenheit prägt das Inselklima. Die Durchschnittstemperaturen schwanken zwischen 24°C im Januar/Februar und 31°C im September.

Auf der Insel werden pro Jahr nur knapp 500 mm Niederschläge (überwiegend in den Monaten Oktober, November und Dezember) gemessen. Daraus erklärt sich sowohl die von zahlreichen Kakteenarten und anderen Trockengewächsen bestimmte Vegetation als auch die bis vor kurzem recht lukrative Meersalzgewinnung. Bonaire liegt außerhalb der Hurrikanzone. Die von den Arawak bewohnte Insel Bonaire wurde 1499 von Amerigo Vespucci entdeckt. Die Spanier entwickelten eine spärliche Viehwirtschaft und begannen in künstlichen Pfannen Salz zu gewinnen. Im 17. Jh. kamen Holländer hierher und entwickelten Bonaire zu einem Hauptumschlagsplatz

für Sklaven. Anfang des 19. Jh.s bemächtigten sich die Engländer vorübergehend der Insel. 1815 kam Bonaire wieder an Holland. Die Sklaverei hat man 1863 abgeschafft. Danach wurden Grund und Boden parzelliert und privatisiert. Während des Zweiten Weltkrieges waren deutsche Gefangene auf der Insel interniert. Erst in den fünfziger und sechziger Jahren wurde Bonaire nicht zuletzt wegen seiner imposanten Vogelwelt und seiner abwechslungsreichen Korallenbänke vom Fremdenverkehr entdeckt.

Weiße sind in der Minderheit. Fanden früher viele Inselbewohner in der heimischen Salzindustrie und in der erdölverarbeitenden Industrie der beiden Nachbarinseln Aruba und Curacao ihr Auskommen, so tritt neuerdings der Fremdenverkehr als Wirtschaftsfaktor stärker in Erscheinung. Auf der bislang eher beschaulichen Insel gibt es bereits ein halbes Tausend Hotelbetten und zahlreiche, am Tourismus orientierte Handels- und Dienstleistungsunternehmen. Jährlich verzeichnet man etwa viele tausend Gäste.