CRES – KROATIEN

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CRES – KROATIEN

Cres , die nach Krk zweitgrößte kroatische Adria-Insel, mißt vom Nord- zum Südkap 68 km, erreicht aber nur 13 km Breite. Kahle Gipfel und Hochflächen mit unzähligen Mäuerchen, welche die Anpflanzungen vor den Winden schützen sollen, überziehen Cres. An einigen Stellen bedecken kleine Wälder das Eiland, meist versperrt undurchdringliche Macchia das Weiterkommen. Den höheren nördlichen Teil von Cres krönt der Berg Sis (650 m) als höchste Erhebung, dann fallen die Berge langsam ab bis zum großen Talkessel, wo in einer Bucht die Stadt Cres liegt. In der alten Hafenstadt Cres erinnern Türme und enge Gassen, Tore, Treppen und verschwiegene Innenhöfe an die venezianische Zeit. Von der starken Stadtbefestigung, einer das Hafenbecken im Fünfeck umschließenden Mauer mit Wehrtürmen (heute markiert durch die Ringstraße), blieben das Bragadinator (1581) und das Marcellator (1588) erhalten;

Dogenwappen und Markuslöwen erinnern an die venezianischen Stadtfürsten, nach denen die Tore benannt wurden. Am Marktplatz steht die Stadtloggia aus dem 15./16. Jh., früher Versammlungsraum des Volkes. Daneben in der Zeile der Hafenhäuser der Uhrturm, durch den man zur Pfarrkirche Maria Schnee gelangt. Ihrem Rang als Kathedrale entspricht das kunstvoll verzierte Renaissanceportal; auf den Kapitellen Darstellungen von Delphinen und Früchten, Symbole für Meer und Land, die beiden Lebensquellen der Bewohner.An der Längsseite des Domes erreicht man die Isidorkirche, ältestes Gotteshaus der Stadt, mit der im 14. Jahrhundert gegossenen

ältesten Glocke der Insel. Beachtenswert die romanische Apsis mit kunstvollem Rundbogenfries. Weitere bemerkenswerte Bauten sind das einstige Rathaus mit Stadtwappen unter dem Balkon, der ehemalige Bischofspalast sowie renovierte, aber auch verfallene Patrizierhäuser. Beim Franziskanerkloster sollte man die zugehörige Kirche besichtigen: besonders schön das holzgeschnitzte Chorgestühl aus dem 15. Jahrhundert. Die drei eingeschnitzten Delphine stellen das Wappen eines Stadtfürsten dar. Ein Stück weiter außerhalb das Benediktinerkloster, in dem die wenigen verbliebenen Nonnen Urlaubern Fremdenzimmer zur Verfügung stellen. Das Stadtmuseum im Patrizierhaus Petris bietet eine Übersicht zur Geschichte der beiden Inseln; hier sind auch Gegenstände zu sehen, die aus einem gesunkenen Kauffahrteischiff am Kap Pernat geborgen wurden.

Wer sich auf der Fahrt nach Losinj am Südende der Insel dem Städtchen Osor nähert, hält den heute nur noch wenige Einwohner zählenden Ort für unbedeutend. Erst ein Rundgang kann davon eine Vorstellung verschaffen, welches Leben die einmal 30000 Bewohner zählende Stadt erfüllt hat. Mittelpunkt ist der Dom (15. Jh.) mit dem von Bischofspalast und Bürgerhäusern eingerahmten Vorplatz, wo der guten Akustik wegen heute im Sommer Serenaden und Konzerte stattfinden.