GRAND BAHAMA ISLAND – BAHAMAS

HOTELS & DESTINATIONS – SPECIALS

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GRAND BAHAMA – BAHAMAS

Die Insel Grand Bahama erstreckt sich mit ihren vorgelagerten Inselchen nur etwa 100 km vor der Küste Floridas in westöstlicher Richtung. Sie ist vom nordamerikanischen Festland durch die Straits of Florida getrennt. Mit ihrer planmäßigen touristischen und industriellen Erschließung wurde erst nach dem Zweiten Weltkrieg begonnen. Heute ist Grand Bahama nach New Providence die wirtschaftlich bedeutendste der Bahama-Inseln. Die rund 120 km lange und bis 25 km breite Insel wurde wegen der weiten, auch heute noch das Landschaftsbild bestimmenden Busch- und Pinienwälder von den einstigen englischen Kolonisten als Nutzholzreservoir geschätzt. Wichtige landschaftsprägende Elemente sind neben ausgezeichneten Badestränden die ausgedehnten Mangrovensümpfe, besonders an der Nordküste. Der höchste Punkt der gering reliefierten Insel liegt knapp 21 m ü.d.M.

Die Stadt Freeport / Lucaya ist die schnell wachsende zweitgrößte Agglomeration des westindischen Inselstaates. Sie liegt an der Südküste von Grand Bahama und wurde erst 1955 im Rahmen einer Initiative des amerikanischen Investors Wallace Groves gegründet. Freeport ist heute nicht nur der bedeutendste Industriestandort der Bahama-Inseln, sondern auch ein vielbesuchtes Ferien- und Freizeitzentrum. Am Ranfurly Circus, dem touristischen Mittelpunkt der Stadt, liegt El Casino, eines der größten Spielkasinos der westlichen Hemisphäre, das in den sechziger Jahren des 20. Jh.s im Stil eines maurischen Palastes errichtet worden ist.

An das Kasino schließt der International Bazaar an, eine exquisite Konsumzone mit mehr als 60 Ladengeschäften und diversen Lokalitäten. Hier werden Luxusartikel und hochwertige Erzeugnisse zu relativ günstigen Preisen feilgeboten, so z.B. elektronische und optische Geräte aus Deutschland und Fernost, Schweizer Uhren. französische Parfums, spanische Lederwaren und Silberarbeiten, kolumbianische Edelsteine, Kunsthandwerk aus verschiedenen Regionen Afrikas, irisches Leinen, englisches Porzellan und Chinoiserien. Ferner kann man kulinarische Köstlichkeiten aus allen Teilen der Erde probieren. Weitere Ausstellungsschwerpunkte sind eine kleine naturkundliche Schau, die sich vornehmlich mit der Unterwasserwelt befaßt, und eine instruktive Darstellung der nach dem Zweiten Weltkrieg hier realisierten umfangreichen Baumaßnahmen.

Am weit verzweigten Jachthafen Bell Channel Bay findet man in der Nähe des Lucayan Beach Hotel & Casino die Einrichtungen der berühmten Underworld Explorers Society (UNEXSO). Diese Gesellschaft hat ein ‚Museum of Underwater Exploration‘ (Museum für Unterwasserforschung) installiert, das die Geschichte und Entwicklung des inzwischen zum Massensport gewordenen Gerätetauchens zeigt. Eine modernere Einrichtung ist der Freizeit-Komplex ‚Dolphin Reef‘ mit einer künstlichen Lagune (u.a. Haie und Barrakudas; künstliches Korallenriff), dem ‚Coral Isle Stadium‘ und diversen Wasserspielplätzen. Außerdem werden hier ‚Delphin-Seminare‘ (Schwimmen mit zahmen Delphinen) abgehalten. Ebenfalls beim Lucayan Beach Hotel & Casino ist vor kurzem der Port Lucaya eröffnet worden, ein hochmoderner Freizeit- und Einkaufskomplex, zu dem auch eine große Marina gehört. Beim Lucayan Bay Hotel legen Glasbodenboote ab, von denen aus man die Zauberwelt des tropischen Flachmeeres und der Korallenriffe kennen lernen kann. Nördlich außerhalb von Freeport findet man das Rand Memorial Nature Center, einen 40 ha großen und besonders farbenprächtigen botanischen Garten, in dem zahlreiche recht seltene Exemplare der karibischen Pflanzenwelt betrachtet werden können. Interessant ist auch die angeschlossene Voliere für tropische Vögel.

Wenn man vom Ranfurly Circus auf dem West Sunrise Highway westwärts fährt, gelangt man in den Stadtteil Freeport Harbour an dem 1955 zum Tiefwasserhafen ausgebauten Hawksbill Creek. Hier ist ein beachtlicher Industriepark entstanden, zu dem u.a. eine riesige Ölbunkeranlage (1958), eine Raffinerie der Bahamas Oil Refining Company (BORCO; 1960), ein Zementwerk der Gesellschaft U.S. Steel, ein von der deutschen Firma Kloeckner miterbautes Röhrenwerk (1975) sowie einige Betriebe der Pharma-, Nahrungs- und Genussmittelindustrie gehören. Eine relativ junge Einrichtung ist der Lucayan National Park, ein Naturpark mit tropischen Karsthöhlen, Sanddünen und Mangrovenbeständen. Von einer Plattform kann man besonders hier lebende Vögel gut beobachten. Man verlässt Freeport auf dem Queen’s Highway in westlicher Richtung. Dieser geht hinter dem Hawksbill Creek in die West End Road über und erreicht nach 20 km:

Eight Mile Rock ist eine aufstrebende, am Meer gelegene Siedlung. n der Nähe des Ortes kann eine Perfume Factory (Parfümfabrik) besichtigt werden. Weiter an der abwechslungsreichen Küste entlang durch die hübschen Dörfer Hanna Hill und Seagrape. 14 km: Die Hydro Flora Gardens sind eine futuristisch anmutende gärtnerische Anlage, wo Pflanzen auf der Basis der Hydrokultur herangezogen werden. Nun geht es westwärts weiter, vorbei an der Bootle Bay. 9 km: West End war während der amerikanischen Prohibition (1917 — 1933) der wohl berüchtigtste Alkoholumschlagplatz im Off-Shore-Bereich. An jene Zeit erinnern noch einige verfallene Hafenanlagen und Lagerhäuser. Heute ist West End nicht zuletzt wegen des hier angesiedelten Grand Bahama Hotel & Country Club ein bekannter Erholungsort. Zum Clubareal gehören ein hervorragender Golfplatz, ein gut eingerichteter Jachthafen, ein Kongreßzentrum (Aula mit 1 150 Sitzplätzen), ein ausgezeichneter Badestrand sowie ein eigener Flugplatz. Am West End Point befinden sich von Unterwasserenthusiasten gern aufgesuchte Grotten, reizvolle Badebuchten sowie ein größeres Vogelschutzgebiet.