MALAYSIAS OSTKÜSTE

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MALAYSIAS OSTKÜSTE

Von Singapur im Süden bis hinauf zur thailändischen Grenze im Norden reicht die Ostküste der Malaiischen Halbinsel. Sie erstreckt sich auf einer Länge von über 750 km und ist eine der schönsten und interessantesten Küstenregionen Südostasiens. Die 30 bis 40 km breite Ebene grenzt im Osten an das Südchinesische Meer und im Westen an das Zentralgebirge (Banjaran Titiwangsa).

Vielfach wird die Ostküste als die »Seele Malaysias« bezeichnet, da ihre Bewohner überliefertem Brauchtum noch stark verbunden sind. Während die Zentren im Westen der Halbinsel stark chinesisch geprägt sind, dominieren hier die Malaien. Ihre Tradition und Weltanschauung bestimmt wesentlich das Leben in den meist kleineren Städten und Dörfern der Bundesstaaten Johor, Pahang, Terengganu und Kelantan.

Dominierende Siedlungsform an der Ostküste ist bis heute das Kampung, das typisch malaiische Dorf, das abseits der Kommerzialisierung und in enger Verbindung mit der natürlichen Umwelt existiert. Die malaiischen Kampungbewohner sind zum Großteil Fischer und Bauern, konservativ eingestellt und als strenggläubige Muslime meist überaus gastfreundlich.

Insgesamt hat die Ostküste in vielerlei Hinsicht trotz einiger modernisierender Einflüsse ihren eigenständigen, malaiischen Charakter bis heute bewahrt. Der wirtschaftliche Fortschritt, der in Malaysia das Leben in den letzten Jahrzehnten rasch und einschneidend verändert hat, ist an der Ostküste zwar auch sichtbar, erreicht aber noch nicht die Dimensionen Kuala Lumpurs oder anderer Großstädte.

Die besondere Anziehungskraft, die eine Ostküsten-Reise besitzt, wird indes nicht durch Sehenswürdigkeiten im üblichen Sinne bestimmt. Es sind vielmehr die reizvollen Naturlandschaften und die vielerorts noch im Alltag lebendigen Traditionen, die bei einer Reise durch diese Region die vielfältigen und kontrastreichen Impressionen eines Malaysia-Besuchs vervollständigen.

Günstigste Reisezeit sind die Monate von März bis Oktober, da es dann kaum regnet. Von November bis Januar hingegen bringt der Nordost-Monsun meist heftige Niederschläge, die aber nicht unbedingt von längerer Dauer sein müssen. Ganz besonders im Dezember führen viele Flüsse Hochwasser, das gelegentlich Straßen, Brücken und Ortschaften überflutet und speziell den südlichen Abschnitt der Küste schwer passierbar machen kann.

Wegen stürmischer See und hohem Wellengang ist u.U. während der Monsunzeit das Baden im Meer nicht möglich. Auch Ausflüge zu den Inseln sind von November bis Januar nur mit Einschränkungen und zum Teil überhaupt nicht durchführbar. Verkehrsmäßig ist die Ostküste sehr gut erschlossen. Von Nord nach Süd durchzieht eine meist einige Kilometer landeinwärts verlaufende Bundesstraße die Küstenebene.

Interessant für Touristen ist dabei der 1982 eröffnete East West Highway, der im Norden von Kota Baru nach Gerik reicht und es Autoreisenden erlaubt, den Besuch der Ostküste problemlos mit einem Aufenthalt in Penang oder Langkawi zu kombinieren. Die Linie der Malayan Railway scheidet für die Anreise von Kuala Lumpur zur Ostküste insofern aus, als sie von Gemas durch das Zentralgebirge führt und die Ostküste erst ganz im Norden tangiert.